Presse

Hamburger Abendblatt, Kultur, Di., 9.4.2019


Eichenhöhe Aktuell, Sept. 2018

"Live Music Now" in der Eichenhöhe
Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude - diese Erfahrung hatte der Violinvirtuose Yehudin Menuhin mit seinen Konzerten während und nach dem zweiten Weltkrieg gemacht. Er spielte vor Überlebenden der Konzentrationslager, vor Flüchtlingen und Waisen. Diese Erfahrung hat ihn tief geprägt, und so rief er 1977 die gemeinnützige Organisation Live Music Now (LMN) ins Leben. Die Organisation, die inzwischen europaweit agiert und in Deutschland in 18 Metropolregionen vertreten ist, verbindet soziales Engagement mit der Förderung junger Musiker. Seit 1999 gibt es LMN auch in Hamburg. LMN bringt klassische Musik live zu Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht selber Konzerte besuchen können. Hoffnung, Trost und Freude zu schenken ist dabei ein wichtiges Anliegen. Die hochbegabten Nachwuchsmusiker werden von einer unabhängigen Jury aus Professoren der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ausgewählt.
Am Donnerstag, dem 6. September, lädt LMN von 15 Uhr bis 15.45 Uhr zu einem Konzert der „Hanse Horns" in das Restaurant der Eichenhöhe ein. Die Hanse Horns, bestehend aus den vier Hornisten Laurenne Sideen, Isaac Shaw, Viktor Kramer und Chi-Feng Hsieh spielen Werke von Morley, Wagner, Schubert, Mozart, Gershwin und auch Volkslieder. Auch Carl Maria von Webers berühmter „Jägerchor" aus der Oper „Der Freischütz" steht auf dem Programm.
Der Eintritt ist, wie bei allen Konzerten von Live Music Now, frei. Wir freuen uns sehr auf das Konzert und viele Besucherinnen und Besucher.
 

Die Welt - Hamburg - "Leute" 17.4.2018

LIVE MUSIC NOW
Nachwuchsmusiker geben Benefizkonzert
Für Susanne Kutscher war es eine Premiere, als sie in ihrer neuen Funktion als Vorstandsvorsitzende von Yehudi Menuhin Live Music Now (LMN) Freunde, Förderer und Gäste beim Beneflzkonzert begrüßte. Zuvor bekleidete Sibylle Voss-Andreae sechs Jahre lang das Amt, nun stand sie diesmal nicht auf der Bühne, sondern saß mit ihrem Mann Peter und ihrer Tochter Katharina im Publikum in dem fast ausverkauften Audimax der Bucerius Law School. 14 junge und begabte Musiker spielten und sangen an diesem Abend. Darunter das koreanische Baum Quartett, die den Anfang machten und erst kürzlich den begehrten Berenberg Kulturpreis erhielten. Auch das Qartett Tbonebrass begeisterte. Die Posaunisten lernten sich während ihres Studiums an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg kennen - mittlerweile geben sie Konzerte im gesamten norddeutschen Raum. Was Musik bewirken kann, davon gab Sophie von Uslar einen Einblick. Sie ist die Leiterin des DRK-Pflegeheims Eichenhöhe, in dem es immer mal wieder ein Konzert für die Bewohner von LMN gibt. ,"Ein ganz großes Lob geht an die jungen Musiker, die sich auf sehr liebevolle, zugewandte Weise an die Bewohner wenden und sich große Mühe geben, sich auf deren sprachliches Niveau zu begeben. Dadurch schaffen sie eine tolle, sehr persönliche Ebene," sagte von Uslar. Genau das war auch das Anliegen von Yehudi Menuhin. Der verstorbene Violinvirtuose sagte einst: ,,Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freunde." Deshalb bringt der Verein LMN Musik zu Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können, um ihnen so Hoffnung, Trost und Freude zu schenken. nh

 

paracelsusstrasse Aktuelles, 17. April 2018 Schule Paracelsusstrasse

LIVE MUSIC NOW KONZERT
paracelsusstrasse Aktuelles

Am 11.4.2018 hat das erste Live Music Now Konzert an unserer Schule stattgefunden!
Frau Laabs, die die Konzerte der Organisation Yehudi Menuhin Live Music Now (LMN) an unserer Schule organisiert, hat ein eindrucksvolles Saxophon-Quartett mitgebracht und damit den Schülerinnen und Schülern ordentlich eingeheizt.
Jana De Troyer, Leon Sladky, Ivan Tumanov und Santa Bukovska haben mit ihren vier unterschiedlichen Saxophonen ein bunt gemischtes Musikprogramm von Mozart und Brahms über diverse Jazzklassiker bis hin zu moderner Popmusik der Sängerin Caro Emerald gespielt.
Lange konnte man bei diesen mitreißenden Klängen nicht sitzen bleiben, so dass in kurzer Zeit viele Tänzerinnen und Tänzer auf der Tanzfläche waren. Gern haben die Musikerinnen und Musiker mit ihren Instrumenten mitgetanzt. So dass eine fröhliche, ausgelassenen Stimmung herrschte.
Zum Abschluss des Konzerts haben die Musiker alle Schüler eingeladen die Instrumente noch einmal ganz nah zu erleben. Ein Angebot, was gern angenommen wurde.
Alle waren begeistert und freuen sich schon auf das nächste Konzert.
Vielen Dank an die Organisatorin Frau Laabs und die Yehudi Menuhin Organisation für ein tolles LMN-Konzert!

 

Die Welt - Hamburg - "Leute" 4.4.2017

BENEFIZKONZERT

Noten statt Gesetze und Paragrafen

Wo sich sonst eifrige Studenten mit Gesetzen, Paragrafen und rechtswissenschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen, gab es Musik. Ins Auditorium Maximum der Bucerius Law School hatten die 17 ehrenamtlichen Teammitglieder von Yehudi Menuhin Live Music Now (LMN) zum Benefizkonzert geladen. Die Vorsitzende Sibylle Voss-Andreae begrüßte die rund 4oo Gäste und dankte ihnen für ihre Unterstützung, bevor zehn Stipendiaten ihr Können zeigten. Einer der Programmhöhepunkte war Joseph Haydns Trompetenkonzert, gespielt von Zhasulan Abdykalivoc. Außer ihm trat die Sopranistin Vlada Shchavinska auf, es spielten die vier Saxofonisten des Sturmquartetts sowie das Klavierduo Linda Leine und Daria Marshinina. Die jungen Musiker geben sonst Konzerte - etwa in sozialen Einrichtungen, Krankenhäusern, Haftanstalten, und Hospizen - für Menschen, die Live-Musik sonst nicht erleben können. Von einem besonderen Auftritt berichtete Franz Cornelius Hussing, bei dem die Musiker für Hörgeschädigte spielten und die Vibration der Musik für das Publikum erlebbar machten.
Zum Abschluss kamen die Gäste, darunter Gyde und Manfred G. Bullinger, Jan Graf von Spee, Kai-Jacob Klasen und Dagmar Guth, mit den jungen Talenten bei einem Empfang im Foyer zusammen.

 

Newsletter: Hospiz am Israelitischen Krankenhaus, Sept. 2016

Yehudi Menuhin Live Music Now: Klassik, die verbindet

Schon als Kind war er ein begnadeter Musiker: Yehudi Menuhin (1916­ 1999). Als Zwölfjähriger debütierte der Sohn russisch­jüdischer Einwanderer (in die USA, Anm.) in der Berliner Philharmonie mit Beethoven, Bach und Brahms. Seitdem wurde er als „Wunderkind" und „Ausnahmegeiger" gefeiert und erlangte Weltruhm – später auch als Dirigent. Sich selbst verstand er als musizierenden Menschenfreund. Im Laufe seiner Karriere gelang es ihm immer wieder, Brücken der Versöhnung zu bauen. So trat er etwa nach dem Zweiten Weltkrieg als erster jüdischer Musiker in Deutschland auf.

In diesem Jahr wäre Menuhin 100 Jahre alt geworden. Die Erinnerung an ihn ist in den Herzen und Köpfen der Menschen lebendig geblieben – nicht zuletzt durch den von ihm ge­gründeten Verein Yehudi Menuhin Live Music Now. Vertreten in vielen Metropolregionen,darunter auch in 20 deutschen, fördert dieser gemeinnützige Verein junge, besonders talen­tierte Künstler, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Ziel ist es, sie vor Menschen auftreten zu lassen, denen der Zugang zu Konzertsälen normalerweise verwehrt bleibt: Behinderten, Bewohnern von Waisenhäusern oder Altenheimen, Klinikpatienten oder Inhaftierten. Seit 2012 beehrt der Verein mit bis zu fünf musikalischen Darbietungen pro Jahr auch unser Hos­piz. „Den Gästen möchten wir damit in erster Linie Freude bereiten", sagt die ehrenamtliche Konzert-Koordinatorin Kristina Rhein. „Die Musik soll ihnen dabei helfen, Erinnerungen zuspüren und vielleicht ihr Schicksal für eine kurze Zeit erträglicher zu machen oder zu verges­sen." Kürzlich erst konnten sich die Zuhörer bei einem sommerlichen Konzert mit Klavier und Flöte in wunderbare musikalische Welten entführen lassen.

 

Welt am Sonntag, 1. Mai 2016

Treffpunkt

von Doris Banuscher

Geige, Glück und Genie

Yehudi Menuhin war ein bedeutender Musiker, ein begnadeter Künstler und ein einzigartiger, großer Mensch. Seine künstlerische Vision war zugleich eine Vision der Menschlichkeit." Mit diesem Grußwort von Kent Nagano, Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper, begann das Festkonzert anlässlich des 100. Geburtstages des Geigers und Menschenfreundes Yehudi Menuhin (22. April 1916 – 12. März 1999). Gastgeber der Hommage an den großen Musiker im Ernst Deutsch Theater war der gemeinnützige Verein Yehudi Menuhin Live Music Now (LMN), der 1999 in Hamburg gegründet wurde. Hausherrin Isabella Vertes-Schütter nennt die Tätigkeit des Vereins eine „Doppelaufgabe": LMN veranstalte „einerseits eintrittsfreie Konzerte in sozialen Einrichtungen, für Menschen, die Musik sonst nicht live erleben könnten, und fördert andererseits junge, besonders begabte Musiker." Zum Festkonzert für Menuhin begeisterten aktuelle und ehemalige LMN-Stipendiaten, so das Trio Adorno mit Christoph Callies, Samuel Selle und Lion Hinnrichs, das Marimba-Klavier-Duo farbton, Sönke Schreiber und Elisaveta Ilina, ein junges Gesangsterzett von LMN, sowie nicht zuletzt acht junge Streicher unter der Leitung der Geigerin Prof. Tania Becker-Bender von der Hochschule für Musik und Theater.

In ihrer Rede sagte Susanne Fischer, die im Hospiz im Hamburger Süden tätig ist: "Musik hilft nicht nur dabei, Glücksmomente zu kreieren und zu genießen, manchenerleichtert Musik auch den Abschied, macht ihn vielleicht erst möglich." LMN Hamburg organisiert 250 kostenlose Konzerte im Jahr in über 75 Einrichtungen. „Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch, ein Ende und ein Anfang, ein Zusammenlauf der Fäden und ein Auseinandergehen", lautet ein Satz von Yehudi Menuhin.


Uetersener Nachrichten, 8. April 2016

LIVE MUSIC NOW

Gitarre und Harfe zu Gast

Uetersen (pl). Wieder einmal war der Hamburger Verein Live Music Now zu Gast im Senioren- und P?egeheim „Haus am Rosarium". Er fußt auf der Initiative des weltberühmten Geigers Yehudi Mem?hin. Der verstand Musik nicht nur als Kunst, sondern als Beitrag zu einer besseren Gesellschaft. Live Music Now vermittelt die Überzeugung, dass Musik auch Therapie ist und fördert dabei junge, besonders quali?zierte Künstler, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Dabei soll die Musik Menschen zugute kommen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können.

Live Music Now hatte am Mittwoch das klassische Duo „Tsertsvadze" nach Uetersen eingeladen. Es besteht aus den Eheleuten Levan Tsertsvadze (Konzertgitarre) und Laura Tsertsvadze (Harfe). Die Kombination der Klangfarben dieser beiden Instrumente harmonierte bestens miteinander.

Die rund 60 Konzertbesucher, ausschließlich Bewohner und Angehörige, genossen die warmen Töne, die von den beiden Zupfinstrumenten ausginen.

Harfenistin Laura Tsertsvadze wurde 1990 in North Vancouver (Kanada) geboren. Nach mehreren 1. Preisen bei „Jugend musiziert" begann sie 2007 neben der Schule mit einem Vorstudium in der Harfenklasse von Prof. Françoise Friedrich an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Dort studierte sie bis 2015 (Bachelor-Abschluss). Sie ist Stipendiatin von Yehudi Menuhin Live Music Now.

Levan Tsertsvadze wurde in Georgien geboren. Er begann früh mit dem Gitarrespiel und wurde in seiner Heimat umfänglich ausgebildet. 2007 kam er nach Deutschland, um seine Fähigkeiten an der Gitarre zu verfeinern und zu erweitern. Neben seinem Studium unterrichtet er an einer Volkshochschule.

 

Welt am Sonntag, 17.4.2016, Veranstaltungstipps Hamburg

FREITAG

Yehudi Menuhin

Am 22. April wäre der große Geigenvirtuose und Dirigent 100 Jahre alt geworden. Menuhin hat sich neben seiner künstlerischen Arbeit auch als Musikpädagoge unsterblich gemacht . 1977gründete er in England mit Live Music Now eine Organisation, die Konzerte in sozialenEinrichtungen für Menschen, die Musik sonst nicht live erleben können, ausrichtet und gleichzeitig dabei junge begabte Musiker fördert. Im Ernst Deutsch Theater feiert der Hamburger „Ableger" der Organisation ein großes Benefizkonzert mit aktuellen und ehemaligen Stipendiaten.

Ernst Deutsch Theater, 19.30 Uhr, Vorverkauf: 40 Euro, Studenten & Schüler: 10 Euro Eintritt

 

Hamburger Abendblatt, Beilage "Theater privat" 24.3.2016

Benefizkonzert zum 100. Geburtstag von Yehudi Menuhin

,,Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude" - unter dieses Motto stellte Yehudi Menuhin LiveMusic Now. Die Organisation veranstaltet Konzerte in sozialen Einrichtungen für Menschen, die Musik sonst nicht live erleben können, und fördert dabei junge, besonders begabte Musiker.

Bei dem Benefizkonzert werden ausgewählte, aktuelle und ehemalige Stipendiaten musizieren; darunter das Duo ,,farbtonmusik" und das ,,Trio Adorno", beide Iängst weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt, sowie Profes. Tanja Becker-Bender, Violine, Anna Kreetta Gribajcevic, Viola, im Oktett mit Streichern von Live Music Now.

Freitag, 22. April um 19.30 Uhr, Hauptbühne. Karten: Vorverkauf € 40 inkl. HVV, Abendkasse € 50 inkl. HVV, Schüler und Studenten € 10 inkl. HVV.

 

Der Wegweiser für das Haus Flottbek-Nienstedten 3/2016

Der 52. Hausgeburtstag

Nach dem Konzert der vom Verein Live Music Now geförderten Musikstudentinnen,
sitze ich hier in meinem Sessel, zuTränen der Freude gerührt und muss wenigstens meinen herzlichen Dank dem Hause aussprechen. Ein Konzert von höchster
Güte wurde uns zum Genuss geboten, was ich ohne Übertreibung sagen kann.
Ich war glücklich, zum ersten Mal nach meiner schweren Krankheit und fühlte mich in mein früheres kultiviertes Leben mit meinen damals heranwachsenden zwei Töchtern
zurückversetzt. Es waren damals auch unvergessliche Stunden - in Gala gekleidet zum Abendessen und zum Opernabend, mit Plätzen, die ich mir als armes junges Mädchen nie leisten konnte. Genauso sah ich mich, wie im Spiegelbild dessen - mein Dank kommt aus freudigem Herzen.
Ich hätte gerne auch der Dame, die uns die "Stimmgewaltigen" beschert hatte, meinen persönlichen Dank ausgesprochen, doch da sie mit jemandem ins Gespräch vertieft war, wollte ich nicht stören. Doch vielleicht bekommt sie Kenntnis über dieses Echo, wenn es auch
nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Sehr gerne möchte ich diese jungen Stimmen noch einmal hören können, denn es war ein Erlebnis, fast wie eine Wiedergeburt nach meiner krankheitsbedingten Auszeit, die ich dank der Hilfe meiner lieben Pflegerinnen
überstanden habe.
Das 18. Jahr verbringe ich in diesem schönen "Heim" und ich bin immer noch glücklich, dass ich die Atmosphäre mit allen Verschönerungen erleben darf!
Herzlichen Dank sagt Ihnen Ihre Bewohnerin und Vorsitzende des Wohnbeirates,
Gerda Schröder

 

Uetersener Nachrichten, 11. November 2015

Vier Musiker bereiteten Freude

KONZERT IM SENIORENHEIM

Posaunisten von „Live Music Now" zu Gast im „Haus am Rosarium"

UETERSENER NACHRICHTEN

Von Klaus Plath

Uetersen. Sie nennen sich „TBONEBRASS", Cornelius Hussing, Chen Cui, Jelte Dreetz und Justus Reiff. Kürzlich waren die jungen Posaunisten zu Gast im Senioren- und P?egeheim „Haus am Rosarium", um den Bewohnern eine fröhliche Stunde zu bescheren.

Sie musizierten im Namen von „Live Music Now", Sektion Hamburg.

„Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude" – das war eine prägende Erfahrung des weltberühmten Geigers Yehudi Menuhin. Der Humanist und Weltbürger verstand Musik nicht nur als Kunst, sondern als Beitrag zu einer besseren Gesellschaft. Dieser Gedanke liegt der von ihm 1977 in Großbritannien gegründeten Organisation zugrunde. „Live Music Now" vermittelt die Überzeugung, dass Musik auch Therapie ist, und fördert zudem junge, besonders qualif?zierte Künstler, die am Beginn ihrer Karriere stehen.

Die Musik soll Menschen zugutekommen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können. Das Musizieren gibt den Zuhörern Kraft und Trost und ist für den Musiker eine prägende, für eine erfolgreiche Karriere wichtige Erfahrung.

Dieses große Erbe tragen die gemeinnützigen Vereine seit 1992 auch im deutsch-sprachigen Raum erfolgreich weiter.

Für Menschen in Seniorenheimen aber auch Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen wird die Musik oft zur Brücke zum Leben und bietet Hilfe, wo Sprache versagt.

Das Posaunen-Quartett spielte Werke. von Mendelssohn Bartholdy, ~ Brahms, Gershwin und anderen Komponisten.

„Live-Music-Now"-Konzerte gibt es im „Haus am Rosarium" seit geraumer Zeit zweimal im Jahr.

 

Lüneburger Zeitung, 20.5.2015

Das tut allen gut

Lüneburg profitiert von Konzerten des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now

oc Lüneburg. Yehudi Menuhin war nicht nur einer der berühmtesten Geiger der Musikgeschichte. Er hat sich schon früh für den Nachwuchs eingesetzt und dafür, dass die Magie der Musik auch Menschen erleben, die sonst nicht in Konzerte gehen bzw. gehen können. 16 Jahre nach dem Tod Menuhins ist seine Idee quicklebendig, dafür steht die 1977 ins Leben gerufene Organisation Yehudi Menuhin Live Music Now. Dank Dorothea von Xylander kommt das Lüneburg zugute, jüngst im Alten- und Pflegeheim der DRK Augusta-Schwesternschaft.

Dorothea von Xylander hat die Hamburg-Ausgabe von Live Music Now mitgegründet. Sie hat geholfen, den Kontakt zu Musikhochschulen herzustellen, mit einem großen jährlichen Benefizkonzert Geld einzuspielen und die Organisation aufgebaut. die nun seit Jahren in und um Hamburg aktiv ist. Das Projekt schafft etwas, das heute gern als Win-Win-Situation bezeichnet wird. Für Altenheime, Flüchtlingsunterkünfte, Hospize, Haftanstalten, Obdachloser?einrichtungen bereichert der Auftritt junger Musiker kostenlos den Alltag. Die Musiker wiederum bekommen Auftrittsmöglichkeiten, „und sie machen menschliche Erfahrungen", so von Xylander.

Oberin Elisabeth Börner-Gleiß von der Augusta-Schwesternschaft sieht es als „große Wertschätzung an, uns so ein Konzert auf höchstem Niveau zu bieten. Es ist einfach ein Geschenk." Zu Gast waren nun vier junge Posaunisten in der Heinrich-Heine-Straße. Cornelius Hussing, Vasyl Shparkii, Jelte Dreetz und Justus Reiff, alle studieren in Hamburg. „Die Auftritte bieten einfach eine unglaublich gute Möglichkeit, das Zusammenspiel zu üben, mit möglichen Auftrittsängsten umzugehen, moderieren zu lernen und man tut etwas sozial Gutes", umreißt Cornelius Hussing den Wert der stets rund 45-minütigen Konzerte. Dass es ein Honorar gibt, schadet natürlich auch nicht. Als TBone Brass ist das Quartett unterwegs. Rund zehn Konzerte im Rahmen von Live Music Now haben die Posaunisten bereits gespielt.

Entsprechend locker gehen sie ihren Auftritt an. Posaunen kommen gut bei alten Menschen, Querflöten hätten es schwerer, die hohen Töne sind im Alter nicht immer gut auszumachen. Musik von Gabrieli über Mendelssohn Bartholdy bis zum Jazzstandard von Hogy Carmichael gehört zum Programm. Ein Gershwin-Medley sorgte für mitwippende Füße, und Walzer und Märsche zum Finale lösten ein begeistertes Echo aus. Musik heilt. Musik tröstet, Musik bringt Freude - so steht es in einem Live-Music-Now-Prospekt, der Yehudi Menuhins Überzeugung spiegelt.

Rund 140 junge Musikstudierende bilden den Pool, aus dem heraus das Hamburg-Team von Live Music Now Konzerte organisiert. Der Hamburger Verein hat prominente Unterstützer, in seinem Ehrenkomitee sitzen unter anderem Daniel Barenboim und Sir John Eliot Gardener. Seit der Gründung haben die Hamburger mehr als 2800 Auftritte veranstaltet. Dorothea von Xylander, selbst Organistin, hat für morgen, Donnerstag, um 19.30 Uhr ein Konzert für Violine und Klavier im Familienzentrum plus organisiert. Für kommende Woche stehen zwei Konzerte für vier Hörner auf ihrem Programm. Und so wird es weitergehen.


Hamburger Abendblatt, Harburg & Umland, 20.2.2015

Besonderer Hörgenuss bei Kaffee und Kuchen

Der Verein "Yehudi Menuhin Live Music Now" spielte für Flüchtlinge im Harburger Café "Refugio". Mehr als 60 Besucher aus den Erstaufnahmen waren gekommen.

Von Jochen Gipp

Harburg. Kaffee, Tee und Kuchen gab es natürlich auch - wie an jedem Tag, an dem das "Refugio", das Café der Gastfreundschaft, an der Bremer Straße 9, geöffnet hat. Diesmal allerdings konnten sich die Gäste auch an einem Konzert erfreuen, das vom Hamburger Verein "Yehudi Menuhin Live Music Now (LMN)" organisiert worden war. Gäste des im Herbst vergangenen Jahres von der Harburger Trinitatis Kirchengemeinde eingerichteten Refugio (Bedeutung: "In der Zuflucht") kommen aus dem Kreis der in Hamburg, zumeist in Harburg, lebenden Flüchtlinge. Und die zeigten sich hocherfreut, neben kostenlos serviertem Kaffee und Kuchen diesmal auch ein Stück erstklassiger Kultur genießen zu können.

"Für die Flüchtlinge ist das Refugio zu einem beliebten Treffpunkt geworden, der sie aus der Tristesse der Wohnunterkünfte herausholt", sagt Michael Schade, der Leiter des Cafés. Damit die mehr als 60 Konzertbesucher ausreichend Platz zur Verfügung hatten, waren die Tische im größten Zimmer des Hauses weggeräumt oder beiseite geschoben worden. Die Stühle standen im Halbkreis. So bot sich für alle ein guter Blick auf die vortragenden Künstler. In den Räumen des Hauses befand sich früher das Jugendcafé der Kirchengemeinde. Applaus brandete auf, als die Künstler den kleinen Konzertsaal betraten.

Konzertorganisatorin Catrin zu Stolberg hatte die LMN-Stipendiaten, die beiden als hochbegabt eingestuften Sänger Vera Alkemade (Sopran) und Tim Maas (Bariton) sowie die Pianistin Karolina Trojok, nach Harburg bestellt. Für die Musikstudenten im Masterstudiengang sind derartige Konzerte ein Teil ihrer Ausbildung. Catrin zu Stolberg: "Die Musiker gewinnen an Konzerterfahrung, lernen zu moderieren, da sie durch die LMN-Konzerte führen. Sie bauen auf diese Weise eine Beziehung zu ihrem jeweiligen Publikum auf." Und dieses Konzert in Harburg brachte ihnen Kontakt zu einem bunt gemischten Publikum aus Jung und Alt aus unterschiedlichen Herkunftsländern, zumeist aus dem kriegsgeschüttelten Syrien. Michael Schade und Catrin zu Stolberg kamen zum Ende des Konzerts - die Künstler trugen als Zugabe "Tulpen aus Amsterdam" in niederländischer Sprache vor - zu der Erkenntnis, dass dieses gemeinsame Erlebnis einfach glücklich gemacht hat. "Wir haben uns wie eine fröhliche, große Familie gefühlt", sagt Catrin zu Stolberg.

Der weltberühmte Violinist Yehudi Menuhin (1916 bis 1999) war Zeit seines Lebens ein auf Frieden und Selbstbestimmung ausgerichteter Mensch. "Gesang ist die Muttersprache der Menschlichkeit", war eine seiner Überzeugungen. So hat sich der ehrenamtlich tätige und gemeinnützig wirkende Hamburger Verein "Yehudi Menuhin Live Music Now" soziales Engagement mit der Förderung junger Musiker zum Ziel gesetzt. Bereits seit 16 Jahren werden Konzerte in sozialen Einrichtungen jeder Art in und um Hamburg veranstaltet, darunter in Krankenhäusern, Hospizen, Behindertenschulen oder auch Gefängnissen. Wegen des Erfolgs im Harburger Refugio dürfte das erste Konzert von LMN nicht das letzte gewesen sein. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir wieder kommen", sagt Catrin zu Stolberg.

"Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude", hatte Yehudi Menuhin einst gesagt. Vergangenes Jahr organisierten die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder 230 Konzert

 

Der neue RUF, 14. Februar 2015

Junge Sänger kommen ins Harburger „Refugio"

Klassik-Konzert im Flüchtlingscafé

(pm) Harburg. „Gesang ist die Muttersprache der Menschlichkeit", war eine der Überzeugungen des großen Violinisten Yehudi Menuhin. Im Einklang damit findet am Mittwoch, 18. Februar ab 16.30 Uhr das erste Konzert mit jungen Musikern von Yehudi Menuhin Live Music Now Hamburg e. V., LMN, im Harburger Flüchtlingscafé „Refugio" (Bremer Straße 9, 21073 Hamburg) statt.
Zwei besonders begabte Sänger – Vera Alkemade (Sopran) und Tim Maas (Bariton) begleitet von der Pianistin Karolina Trojok – bieten ein breites Programm aus Opernarien, Musicalstücken und einigen wenigen klassischen deutschen Liedern.
Wie bei LMN-Konzerten üblich, werden die Solisten ihre Stücke anmoderieren und mit dem Publikum kommunizieren. Für LMN Hamburg ist es das erste Konzert in einer Einrichtung für Flüchtlinge. Das „Refugio – Café der Gastfreundschaft" ist Anlaufstelle für Menschen aus drei umliegenden Harburger Erstaufnahmeeinrichtungen.
Die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter des gemeinnützigen Vereins Live Music Now organisieren seit 16 Jahren Konzerte in sozialen Einrichtungen jeder Art in und um Hamburg, vom Krankenhaus über das Sterbehospiz zu Behindertenschulen und –heimen sowie Gefängnissen. Die Konzerte sind für Zuhörer aus den Institutionen bestimmt und für sie eintrittsfrei.

 

Die Welt - "Leute von Welt", 10.2.2015

BENEFIZKONZERT

Live Music Now in der Bucerius Law School

Statt Jura war an diesem Abend Musik angesagt - und das Auditorium Maximum
der Bucerius Law School war restlos ausverkauft. Zum Benefiz-Konzert luden
die 16 engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiter von Yehudi Menuhin Live Music Now, LMN. ,,Musik ist die Sprache der Menschlichkeit", zitierte die Vorsitzende Sibylle Voss-Andreae, den Namenspatron des Vereins, den großen Violinisten Yehudi Menuhin (1916 – 1999).

Den 400 Gästen des Konzertes konnte sie auch ankündigen, dass noch im Februar das erste LMN-Konzert in einem Flüchtlingscafé in Hamburg-Harburg stattfinden wird. Mit dem ,,Refugio" als Konzertort erweitert sich die Bandbreite der 77 sozialen Einrichtungen, in denen LMN Hamburg rund 200 Konzerte jährlich organisiert, um Begegnungsstätten für Flüchtlinge in und um Hamburg. Vera Alkemade, Sopran, und Tim Maas, Bariton, beide aus Holland, werden gemeinsam mit Pianistin Karolina Trojok im „Refugio" konzertieren.
Die drei waren unter den 14 Stipendiaten von LMN Hamburg, die die Besucher des Benefizkonzertes mit ihrer Musik, ihrem Gesang, Spiel und auch ihren Worten begeisterten: Die kanadische Hornistin Laureene Sideene berichtete über ihre wichtigen Erfahrungen bei den LMN-Konzerten, so in Altenheimen mit dementen Bewohnern, vor hörgeschädigten oder blinden Kindern.
Denn wenn die Zuhörer nicht kommen können, bringen die jungen LMN Stipendiaten die Musik zu den Menschen in Krankenhäuser, Haftanstalten, Hospize und Stätten für Obdachlose.
Beim anschließenden Empfang im Foyer des Audi Max mischten sich die ausnehmend jun-
gen Musiker mit den Freunden und Förderern von LMN.

 

Uetersener Nachrichten. 8. Nov. 2014

Von Klaus Plath

Uetersen. Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude. Der weltberühmte Geiger Ye­ hudi Menuhin hat das immer wieder erfahren. Menuhin galt als Humanist und Weltbürger, für den die Musik eine Brücke zu einer besseren Gesellschaft war.

Dieses Denken liegt der von ihm 1977 in Großbritannien gegründeten Organisation Live Music Now zugrunde. Sie vermittelt die Überzeugung, dass Musik auch Therapie ist, und fördert dabei junge, besonders qualifizierte Künstler, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Die Musik der jungen Menschen soll jenen zu Gute kommen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können. Das Musizieren soll Kraft und Trost spenden. Für die jugendlichen Interpreten stellen diese Auftritte eine prägende, für eine erfolgreiche Karriere wichtige Erfahrung dar.

In Deutschland wurde Live Music Now im Jahre 1992 begründet. Die bundesweit tätigen fast 20 Regionalvereine organisieren kostenlos Konzerte für Menschen, die dauerhaft oder vorübergehend in Krankenhäusern, Altenheimen, Waisenhäusern, Strafanstalten, Hospizen oder anderen sozialen Einrichtungen leben. Hilfe durch Musik, wo Sprache versagt – das ist Live Music Now kürzlich auch in Uetersen gewesen. Zu Gast im Senioren- und Pflegeheim waren zwei junge Hornistinnen und eine junge Pianistin.

Alle drei studieren Musik in Hamburg und wurden von Dr. Elisabeth Freifrau von Falkenhausen, Zweite Vorsitzende von Live Music Now in Hamburg für dieses rund einstündige Konzert verpflichtet. Dargeboten wurden Werke von Mozart, Händel, Strauss und Haydn.

Bei den rund 60 Konzertbesuchern kam die musikalische Stunde so gut an, dass sich viele ein weiteres Konzert dieser Art wünschten, möglichst schon bald. Eva Buban konnte die Bewohner dahingehend informieren, dass grundsätzlich angestrebt ist, Live Music Now zweimal im Jahr im „Haus am Rosarium" begrüßen zu können. Insofern dürfte es spätestens im Sommer einen weiteren Auftritt junger Künstler im Seniorenheim am Großen Sand geben. Der Verein freut sich über eine finanzielle Unterstützung. Wer die Initiative fördern mochte, kann auf folgendes Konto der Haspa spenden: 1043220589, Bankleitzahl 20050550.

 

Welt am Sonntag, Hamburg, 16.2.2014

Konzert

Der Violinvirtuose Yehudi Menuhin (1916 bis 1999) gründete Live Music Now, LMN, 1977 in Großbritannien. Seit 15 Jahren gibt es den Verein auch in der Stadt. 16 Hamburger engagieren sich ehrenamtlich, organisieren rund 200 Konzerte jährlich mit von LMN geförderten außergewöhnlich begabten Musikern, die am Beginn ihrer Kariere stehen. Gespielt wird in Krankenhäusern, Altenheimen, Gefängnissen und Behindertenschulen. 450 Gäste kamen ins ausverkaufte Jubiläumskonzert in die Musikhochschule.

 

Die Welt - "Leute von Welt", 11.2.2014

LIVE MUSIC NOW

Jubiläumskonzert zum 15-jährigen Bestehen

Das Forum der Hochschule für Musik und Theater war restlos ausverkauft. 450 Gäste waren der Einladung zum Jubiläumskonzert von Live Music Now gefolgt. 16 Hamburger engagieren sich ehrenamtlich im LMN-Team, organisieren jährlich rund 200 Konzerte in rund 70 Einrichtungen, darunter Altenheime, Behindertenschulen, Krankenhäuser, Haftanstalten, Hospize und Stätten für Obdachlose. Junge begabte, qualifizierte Musiker, die am Beginn ihrer Karriere stehen, werden von LMN finanziell gefordert. Sie bringen Musik zu Menschen, die nicht in Konzerte kommen können. "Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude" war eine prägende Erfahrung von Yehudi Menuhin (1916 - 1999), weltbekannter Violin-Virtuose des 20. Jahrhunderts, der Live Music Now 1977 in Großbritannien gründete. Seit 15 Jahren gibt auch eine Dependance in Hamburg. Und dieses Jubiläum wurde in der Musikhochschule gefeiert. 13 junge Musiker begeisterten die Zuschauer mit ihrem Können. Sibylle Voss Andreae,Vorsitzende des Vorstandes, hielt einen Rückblick, von den kleinen Anfängen des Vereins, der sich ausschließlich aus Spenden finanziert, bis heute. "In diesen Jahren haben wir rund 2500 Konzerte organisiert", so ihr Resümee. Und Bariton Tim Maas gab seine Eindrücke aus der Sicht der Musiker über ein Konzert im Frauengefängnis preis. Zamira Menuhin Benthall, Tochter des großen Yehudi Menuhin, schickte eine Grußbotschaft und bedauerte, dass sie beim Jubiläumskonzert nicht dabei sein konnte. Mit einem Empfang ging der wunderbare Abend zu Ende.

 


Hamburger Abendblatt, magazin, 25./26.1.2014

Live Music Now: Konzerte, die zum Hörer kommen

Vor 15 Jahren wurde Live Music Now nach einer Idee von Yehudi Menuhin gegründet. Marlies Fischer über ein Hamburger Projekt mit vielen Gewinnern.

Der Namensgeber konnte in Hamburg leider nicht mehr dabei sein. "Kurz vor unserem ersten Konzert ist Yehudi Menuhin gestorben", sagt Sibylle Voss-Andreae. Ein Harfenkonzert am Himmelfahrtstag 1999 für behinderte Kinder und Jugendliche: So begann vor 15 Jahren die Musiker-Förderung des Hamburger Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now (LMN). Zum ersten Mal wurde damals in der Hansestadt die Idee des Namen gebenden Gründers umgesetzt, Konzerte dort zu organisieren, wo die Besucher sonst keine Möglichkeit haben, Musik – vor allem klassische – live zu erleben.

"Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude" – dieser Leitsatz war es, der Lord Yehudi Menuhin (1916–1999) animierte, die Musik aus den Konzertsälen herauszuholen und zu Menschen zu bringen, die wegen ihrer Lebensumstände keine Konzerte besuchen können. 1977 gründete der Geigenvirtuose, der auch häufig das Hamburger Publikum mit seinem Spiel begeisterte, in London den Verein Live Music Now. Damit konnte er seinen Wunsch verwirklichen, junge Musiker zu fördern und gleichzeitig die heilende und tröstende Kraft der Musik zu nutzen.

Sybille Voss-Andreae hörte 1998 zum ersten Mal von dieser Initiative. "Ein Freund hatte Kontakt zu Live Music Now in München und fragte mich, ob ich so etwas in Hamburg gründen könnte", erinnert sich die heute 74-Jährige. "Aber ich hatte so viele andere Dinge zu tun. Also warb ich Iris von Hänisch an und holte auch meinen Mann Peter mit ins Boot."

Und auch Dorothea von Xylander, 65, gehörte zu den Gründungsmitgliedern. "Meine Tochter studierte in Bayreuth und bekam ein Programm des Vereins in München in die Hände", erzählt die Kirchenmusikerin. Die Organistin schrieb an die Gruppe in der bayerischen Landeshauptstadt und bekam auf diesem Umweg Kontakt zu den Hamburger Musikfreunden. "Ich wollte etwas mit Kulturmanagement machen und suchte eine ehrenamtliche Aufgabe. Bei Live Music Now passte alles zusammen."

Zusammen mit noch einem Dutzend weiteren Musik-Begeisterten machten sich die beiden Frauen daran, den Verein ins Laufen zu bringen. Sie warben für die kostenlosen Konzerte in Senioren- und Pflegeheimen, Behinderten-Einrichtungen und Schulen, Krankenhäusern und Hospizen, an Zufluchtsorten für Obdachlose und in Gefängnissen. "Zuerst gab es Verwunderung darüber, dass wir Konzerte verschenken wollten", sagt Sibylle Voss-Andreae. Aber allmählich trudelten die Anfragen ein, und man brauchte Musiker. Dorothea von Xylander wandte sich an die Hamburger Musikhochschule und bat um Unterstützung. "Und so wurde die Idee von Yehudi Menuhin vor 15 Jahren auch in Hamburg lebendig", sagt von Xylander.

Seitdem hat das mittlerweile 16-köpfige ehrenamtliche Organisationsteam – zwölf Damen und vier Herren – in jedem Jahr mehr als 200 Konzerte in rund 70 verschiedenen sozialen Einrichtungen in und um Hamburg veranstaltet. "Mit gefällt der Doppelauftrag", sagt Catrin Gräfin zu Stolberg, die bei LMN seit sechs Jahren die Öffentlichkeitsarbeit betreut, "der soziale Aspekt und die Begegnung mit den jungen Musikern."

Rund 150 Musikerinnen und Musiker zwischen 19 und 33 Jahren treten als Stipendiaten im Auftrag des Vereins auf. Wer unter dem Label LMN seine Kunst zu Gehör bringen möchte, muss sich beim jährlichen Vorspielen vor einer unabhängigen Jury qualifizieren. Pro Konzert bekommen die Nachwuchs-Künstler dann eine finanzielle Förderung. Und sie lernen, Programme zu gestalten, Konzerte zu moderieren und so mit dem Publikum in Kontakt zu treten.

Für die Künstler ist es ein Qualitätsausweis, den Punkt "LMN-Stipendiat" im Lebenslauf aufführen zu können. Und einige haben es auch schon weit gebracht: Die Cellistin Sonja Lena Schmid gehört zum Hamburger Ensemble Salut Salon, der koreanische Tenor Jun-Sang Han singt an der Hamburgischen Staatsoper, die Pianistin Anna Vinnitskaya lehrt als Professorin in der Hansestadt, und Professor Johannes Moser unterrichtet Cello an der Musikhochschule Köln.

"Harfen, Streicher und Stimmen sind am besten einzusetzen", hat Ingeborg Laabs während ihres zehnjährigen Engagements bei LMN erfahren. Querflöten dagegen brächten in einem Seniorenheim wenig Freude, die hohen Töne hörten ältere Menschen weniger gut. Lieblingsstücke haben sich in den 15 Jahren ebenfalls etabliert: "Arien von Mozart oder aus Operetten, Werke von Edward Elgar oder ,Karneval der Tiere' von Camille Saint-Saëns, die Moritat von Mackie Messer aus der ,Dreigroschenoper' oder Mozarts ,Kleine Nachtmusik' sind sehr gefragt", sagt Dorothea von Xylander, die im Verein für die Programmgestaltung zuständig ist.

Achtmal in Jahr treffen sich die vielen Damen und wenigen Herren, um Konzerte zu planen, Anfragen zu sichten und Musiker um ihre Mitwirkung zu bitten. Das alles kostet, und deshalb ist LMN auf Spenden angewiesen. "Mitgliedschaft bei uns oder im Förderverein, Zuwendungen statt Geschenke zu Geburtstagen oder Jubiläen und Patenschaften für einzelne Konzerte sind Möglichkeiten, kostenlosen Musikgenuss in soziale Einrichtungen zu bringen und dabei junge Künstler zu fördern", sagt Sibylle Voss-Andreae, die dem Verein mittlerweile vorsitzt.

Oder der Besuch des jährlichen Benefizkonzertes in der Hamburger Musikhochschule. Dann spielen Stipendiaten ohne Gage ein hochklassiges Programm für LMN, die Vorstandsdamen informieren über die Arbeit des Vereins, und bei Häppchen und einem Glas Wein kommen auch die Künstler mit dem Publikum ins Gespräch. "Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude" – dieses Motto von Lord Yehudi Menuhin wird dann im besten Sinne Wirklichkeit.

 

Die Welt, "Leute von Welt", 12. Februar 2013

Benefizkonzert

Nachwuchsmusiker berühren Hamburger Publikum

Die 15 Mitglieder der Yehudi Menuhin Live Music Now (LMN), Hamburg - alle arbeiten ehrenamtlich - waren hoch erfreut: Auch ihr diesjähriges, 14. Benefizkonzert war restlos ausgebucht. 450 Gäste erlebten in der Hochschule für Musik und Theater (Milchstraße) einen glanzvollen Abend. 13 junge Stipendiaten des gemeinnützigen Vereins begeisterten die Zuhörer, besonders der 21-jährige Thomas Reif, Violine, faszinierte mit seinem Spiel. Aber auch der gleichaltrige Pianist Fabian Gehring, der schon mit etlichen namhaften Preisen ausgezeichnet wurde, sorgte mit seinem Spiel für Gänsehautfeeling, ebenso das Bläserquintett und das Glinka Klaviertrio, Magdalena Abrams, Klarinette, die einzige Hamburgerin, und Nikolai Rosenberg am Klavier. Sybille Voss-Andreae, Vorsitzende des Vorstandes, begrüßte die Gäste und erläuterte die Ziele des Vereins. Jährlich geben die Stipendiaten rund 200 kostenlose Konzerte, organisiert von LMN, in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Behindertenschulen und -heimen, Sterbehospizen, Haftanstalten und Obdachlosenstätten. Gleichzeitig werden junge besonders begabte Musiker gefördert. LMN bringt Musik zu Menschen, die sie sonst nicht live erleben können. Der Geiger und Philanthrop Yehudi Menhuin (1916-1999) gründete Live Music Now 1977 in England. Sein Credo: Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude. Seit 1999 gibt es LMN in Hamburg. Nach dem Konzert gab es einen Empfang für die Gäste und die Musiker, gesponsert vom Bankhaus B. Metzler. Unter den begeisterten Zuhörern war auch der weltbekannte Opernsänger (Bariton) Franz Grundheber sowie Gabriele und Henrik Hertz, Immobilien, Britta und Martin Philippi mit Tochter Franziska, Monika Grunewald, Domina des Klosters St. Johannis, Karl Gernandt, Generalbevollmächtigter von Kühne + Nagel.

 

Hamburger Abendblatt, 12. Februar 2013

Junge Stipendiaten musizieren für guten Zweck

450 Gäste genießen Benefizkonzert in Musikhochschule

Hamburg. Die 15 Mitglieder der Hamburger Vereinigung von Yehudi Menuhins Live Music Now (LMN) waren hocherfreut. Denn auch ihr 14. Benefizkonzert war restlos ausgebucht. 450 Gäste erlebten in der Hochschule für Musik und Theater an der Milchstraße einen glanzvollen Abend.
13 junge Stipendiaten des gemeinnützigen Vereins begeisterten die Zuhörer, besonders der 21-jährige Thomas Reif an der Violine faszinierte mit seinem Spiel. Aber auch der gleichaltrige Pianist Fabian Gehring, der schon mit etlichen namhaften Preisen ausgezeichnet wurde, sorgte mit seinem Spiel für Gänsehautgefühle, ebenso das Bläserquintett und das Glinka Klaviertrio, MagdalenaAbrams, Klarinette, die einzige Hamburgerin, und Nikolai Rosenberg am Klavier.
Sybille Voss-Andreae, Vorsitzende des Vorstandes, begrüßte die Gäste und erläuterte die Ziele des Vereins. Jährlich geben die Stipendiaten, organisiert von LMN, rund 200 kostenlose Konzerte in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Behindertenschulen, Hospizen, Gefängnissen und Obdachlosenstätten. LMN bringt Musik zu Menschen, die sie sonst nicht live erleben können. Gleichzeitig werden so junge, besonders begabte Musiker gefördert.
Der Geiger und Philanthrop Yehudi Menhuin (1916-1999) gründete Live Music Now 1977 in England. Sein Credo: Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude. Seit 1999 gibt es LMN in Hamburg.
Nach dem Konzert gab es einen Empfang für die Gäste und die Musiker. Unter den Zuhörern waren auch der weltbekannte Opernsänger Franz Grundheber sowie Monika Grunewald, Domina des Klosters St. Johannis, Karl Gernandt, Generalbevollmächtigter von Kühne + Nagel. (db)

 

Hamburger Abendblatt, "Von Mensch zu Mensch", 12.01.2013

Benefizkonzert: Verein Live Music Now fördert junge Musiker

Am 10. Februar um 18 Uhr findet das jährliche Benefizkonzert "Yehudi Menuhin Live Music Now Hamburg e. V." im Forum der Hochschule für Musik und Theater im Harvestehuder Weg 12 statt. Es ist zugunsten der Förderung von jungen, talentierten Musikern, die auch dort spielen werden. Diese Stipendiaten des Vereins "Live Music Now" geben Konzerte in 70 sozialen Einrichtungen der Metropolregion. Nach dem Konzert findet ein Empfang im Foyer statt. Der Eintritt kostet 40 Euro, ermäßigt 10 Euro, Spenden sind willkommen. Kartenbestellungen bitte per Fax an 04163-7759 oder per E-Mail an: xylander@gmx.de
MK News Juni / Juli 2012 - Unabhängige Zeitung der Kath. Marienkrankenhaus GmbH

Musik heilt und bringt Freude

Die Live Musik in der Geriatrischen Tagesklinik brachte den Patienten im Marienkrankenhaus am 14. Juni 2012 eine Stunde Abwechslung während ihres Klinikaufenthaltes. Samuel Selle und Philipp Wentrup spielten mit ihrem Violoncello Stücke von Joseph Haydn, David Popper und anderen Komponisten. Veranstalter ist der Hamburger Verein Yehudi Menuhin LiveMusic Now.

Der Geigenvirtuose und Gründer von Live Music Now war Lord Yehudi Menuhin. Er wollte die Musik aus den Konzertsälen herausholen und zu Menschen bringen, die auf Grund ihrer Lebensumstände keine Konzerte besuchen können.

Bis zu fünf Mal im Jahr kommen die jungen Musiker von Yehudi Live Musik Now ins MK und bringen die Musik zu unseren Patienten ins Krankenhaus. Die Konzerte sind eintrittsfrei und werden aus Spendengeldern finanziert. Für alle, die diese Aktionen unterstützen möchten:

Spendenkonto: Yehudi Menuhin LMN Hamburg e.V., Konto Nr.: 104 322 0589, Hamburger Sparkasse, BLZ 200 505 50. (eb)

 

Hamburger Abendblatt, Kultur, 7. 2. 2012

Das Schlagwort von der Win-win-Situation wird gern gebraucht - und oft überstrapaziert. Bei Live Music Now aber gibt es tatsächlich nur Gewinner. Junge Musiker spielen hier in Krankenhäusern, Hospizen, Altersheimen und sozialen Einrichtungen. Die Hörer gewinnen ein musikalisches Erlebnis, die Spieler Auftrittsmöglichkeiten und menschliche Erfahrungen, die sich so in keinem angestammten Konzertsaal machen ließen. Bei einem Benefizkonzert am Sonntag im Forum der Musikhochschule stellte sich die Hamburger Sektion des von Yehudi Menuhin gegründeten Vereins Live Music Now vor.

Zu hören gab es Musik und Festreden mit beeindruckenden Zahlen und bedenkenswerten Worten. 160 Stipendiaten gaben 2011 über 200 Konzerte in 70 Einrichtungen, so berichtete die Organisatorin Sibylle Voss-Andreae. Axel Rolfs, Oberarzt der Psychiatrie im Albertinen-Krankenhaus, beschwor die Macht der Musik über das Gefühlswesen Mensch. Unter den Stipendiaten ragte die junge ukrainische Pianistin Galina Gusachenko mit einer bemerkenswert reifen Haydn-Interpretation hervor.(ist)